Von ungelösten Konflikten zur Sucht

1.) Pubertät

Vorpubertät 11-14 Lebensjahr
Sie beginnt, sobald sich erstmalig die Entwicklung der sekundären Geschlechtsmerkmale anzeigt und endet mit der erstmaligen Regelblutung bei den Mädchen, bei den Jungen hingegen mit dem ersten Samenerguss.
Körperliche Veränderungen verunsichern und hormonelle Einflüsse prägen das neue Denken.

Pubertät 14-16 Lebensjahr
Es beginnt für die Heranwachsenden eine schwierige Zeit der Selbstfindung.
Die Heranwachsenden befinden sich ständig auf einem Drahtseilakt zwischen dem Wunsch, weiter Kind zu bleiben und dem Drang, sich weiter zu entwickeln und so schnell wie möglich erwachsen zu werden. Die Phase ist geprägt von einer Vielzahl an Abnabelungsprozessen, von psychischen, emotionalen und sozialen Veränderungen. Die Entwicklung einer eigenen Identität, Fragen nach dem Sinn des Lebens oder wer bin ich, tauchen auf.

Nachpubertät 17-18 Lebensjahr
In der dritten Phase, die sich zeitlich zwischen dem 17. und 18. Lebensjahr, manchmal jedoch auch bis zum 21. oder 24. Lebensjahr der Heranwachsenden einpendelt, geht es vor allem um die Weiterentwicklung der eigenen Identität, um das Hineinwachsen in die Gesellschaft und um die „finale“ Loslösung vom Elternhaus.

2.) Typische Konflikte im Jugendalter

Innerseelische Konflikte
Verwirrung der eigenen Identität, ausgelöst durch Loyalitätskonflikte. Der innere Wunsch Kind zu bleiben und der Wunsch erwachsen zu werden. Wünsche nach sexueller Erfahrung, verliebt sein, „Herzschmerz“.

Zwischenmenschliche Konflikte
Ablösekonflikte zu den Bezugspersonen. Bedürfnis nach der Peergroup erzeugt Gruppendynamik. Geschlechterkonflikte. Konflikte am Arbeitsplatz, Schule und allgemein mit der Gesellschaft.

3.) Hinweise einer möglichen Drogenabhängigkeit erkennen

Entfernung von den Bezugspersonen

Leistungsprobleme in der Schule oder am Arbeitsplatz

Ständige Müdigkeit und gerötete Augen

Wechsel der Freizeitaktivitäten

Stimmungsschwankungen (aggressiv, passiv, gereizt…)

Konzentrationsstörungen

Unruhe und Schlaflosigkeit

Häufige Schweißausbrüche und Gewichtabnahme

Steigerung des Geldbedarfs

Gegenstände im Besitz des Kindes, deren Zweck nicht eindeutig ist (z.B. Tablettenröhrchen, Briefchen aus Stanniolpapier, selbstgebastelte Rauchgeräte)

4.) Einteilung von Suchtmitteln

Substanzen, die psychische und körperliche Abhängigkeit auslösen:

Morphin: Behandlung von starken und stärksten Schmerzen.

Heroin: Hochgefühl mit einem gehobenen Lebensgefühl größten Wohlbefindens, mit gesteigerter Lebensfreude und verminderten Hemmungen, schmerzstillend.

Alkohol: Wirkung bekannt.

Crack: wirkt euphorisierend und stimmungsaufhellend, so dass sich der Konsument energiegeladen fühlt, gewonnen aus Kokainsalz und Natron, Empfindung einer gesteigerten Aufmerksamkeit, sich wach fühlen und die Leistungsfähigkeit steigt, starker Redezwang und gesteigertes sexuelles Verlangen. Auch besteht die Neigung zur Selbstüberschätzung bis hin zum Größenwahn.

Substanzen, die eine psychische (keine körperliche) Abhängigkeit auslösen:

Kokain: Kokain bewirkt im Zentralnervensystem eine Stimmungsaufhellung, Euphorie, ein Gefühl gesteigerter Leistungsfähigkeit und Aktivität sowie das Verschwinden von Hunger- und Müdigkeitsgefühlen.

Amphetamin: Mobilisierung letzter Kraftreserven und Verringerung des Schlafbedürfnisses, Steigerung des Selbstbewusstseins bis hin zur Euphorie, erhöhte Aufmerksamkeit und Konzentration, erhöhter Bewegungsdrang, gesteigertes sexuelles Verlangen

Schlaf- und Beruhigungsmittel: sedierende Wirkung

Substanzen, die wenig körperliche Abhängigkeit auslösen:

THC (Cannabis, Hanf, Haschisch, Gras):Beeinträchtigung des Denk-, Lern- und Erinnerungsvermögens, Beeinträchtigung der psychomotorischen Leistung, Gefühle von Distanziertheit, Unterbrechung von Gedankengängen, begünstigt Paranoia, Bindehautrötung, Mundtrockenheit

LSD: Beschleunigung der Pulsfrequenz, Ansteigen des Blutdrucks,Erweiterung der Pupillen, verändert die Wahrnehmung, optische,- sensorische und akustische Wahrnehmungsveränderungen, verändertes Zeitempfinden, Halluzinationen, reale Gegenstände können als plastischer empfunden und wie in Bewegung befindlich erlebt werden, Horrortrip- bestehende Ängste treten stark hervor oder euphorische Grundstimmungen.

Meskalin: Starke Halluzinogene, Wahrnehmungsstörungen bzw. Flashbacks

5.) Lösungsstrategien

Bestehende Konflikte verstehen.

Gespräche suchen.

Vertrauen entwickeln.

Trennung von Person und Verhalten der Person.

Grenzen setzen.

Drogentest einfordern.

Therapieplatz oder Beratungsstellen aufsuchen.

Hinschauen!!