Therapie für Kinder und Jugendliche

Kindertherapie

Jedes Kind verfügt über genügend Fähigkeiten, um Probleme lösen zu können. Gemeinsam werden wir diese Stärken suchen, untersuchen, vergrößern und ergänzen. Bei meiner Arbeit mit Kinder müssen die Eltern oder Bezugspersonen beim Therapieprozess mitarbeiten. Die jeweilige Form wird gemeinsam im Erstgespräch festgelegt.

Bei der kindertherapeutischen Arbeit kommen immer wieder die gleichen Probleme vor. Kinder leiden unter Ängsten, Wahrnehmungsproblemen (ADHS), Wutausbrüchen, koten in die Hose (Enkopresis), sind mit der Trennung ihrer Eltern konfrontiert, werden in der Schule gemobbt oder befinden sich im Loyalitätskonflikt.

„Symtombekämpfung“ mittels der Technik des  „Externalisierens“:
Die Methode des Externalisierens versucht, die Person und das Problem zu trennen. Auf phantasievolle und spielerische Art werden Kinder motiviert, sich den Schwierigkeiten zu stellen, um diese dann zu verringern. Sobald eine gewisse Distanz zwischen dem Ich und dem Problem (Externalisierung) hergestellt ist, lassen sich die Auswirkungen des Problems genau untersuchen. Gemeinsam mit dem Kind werden gegen die sogenannten Probleme Strategien entwickelt, Methoden und Ideen im Umgang mit den Problemen erarbeitet.

 

Elternarbeit

Neben der Einzelarbeit mit dem Kind sollen regelmäßig Gespräche und Beratungen mit den Eltern stattfinden. Eltern sind oft mit den sozialen Problemen ihrer Kinder konfrontiert. Neben Mobbing, Unfolgsamkeit, Respektlosigkeit, Lügen, Stehlen, Unordnung, Streit mit Geschwistern, fehlenden Freunden oder Freundschaftskonflikten sind Eltern auch mit einem abwertenden Selbstbild konfrontiert. Manche Eltern fühlen sich schuldig und erleben sich als schlechte Eltern.

In den Elterngesprächen können sich Eltern wieder ein Kompetenzbewußtsein erarbeiten und den Blick auf jene Aspekte des eigenen und gemeinsamen Lebens richten, welche frei von den Problemen sind. Dieser Blick stärkt und hilft bei der Konfliktlösung und den Kindern bei der Bewältigung ihrer Probleme.

Jugendlichentherapie

Jugendliche haben viele Entwicklungsaufgaben zu bewältigen und Weichen für ihr späteres Leben zu stellen, um Zukunftsperspektiven aufbauen und verwirklichen zu können. In dieser Lebensphase (Pubertät bedeutet Geschlechtsreife) entdecken sie neue Kräfte und Potenziale, die es sinnvoll einzusetzen gilt. In dieser Zeit reagieren viele sehr sensibel auf Leistungsdruck, zeigen Verunsicherungen, entwickeln Zukunftsängste. Das Selbstbild verändert sich.

Typische Konflikte im Jugendalter:

  • Innerseelische Konflikte:
    Verwirrung durch die sich wandelnde Identität.                                                                                   Loyalitätskonflikte.
    Der innere Wunsch, Kind zu bleiben und der gleichzeitige Wunsch, erwachsen zu werden.
    Wunsch nach sexuellen Erfahrungen, verliebt zu sein, „Herzschmerz“.
  • Zwischenmenschliche Konflikte
    Ablösekonflikte zu den Bezugspersonen.
    Das Bedürfnis nach Zugehörigkeit zur Peergroup bringt gruppendynamische Konflikte mit sich.
    Geschlechterkonflikte.
    Konflikte am Arbeitsplatz, in der Schule (wie z.B. Mobbing) und allgemein mit der Gesellschaft.

 

In der Therapie entwickeln wir gemeinsam Strategien und Lösungen.

Lösungsstrategien für Eltern liegen darin, bestehende Konflikte von Jugendlichen verstehen zu lernen, Gespräche zu suchen und ihnen Vertrauen zu schenken. Dabei geht es darum, ein Bewusstsein für die Trennung der Person und ihrem problematischen Verhalten zu erwirken.