Burnout bei Kindern

Was ist Burnout:

Ein Burnout-Syndrom (ausbrennen“) ist ein Zustand ausgesprochener emotionaler Erschöpfung mit reduzierter Leistungsfähigkeit. Es kann als Endzustand einer Entwicklungslinie bezeichnet werden, die mit idealistischer Begeisterung beginnt und über frustrierende Erlebnisse zu Desillusionierung und Apathie, psychosomatischen Erkrankungen und Depression oder Aggressivität und einer erhöhten Suchtgefährdung führt.
Das Burnout-Syndrom ist international nicht als Krankheit anerkannt, sondern gilt als ein (Zusatzdiagnose und keine Behandlungsdiagnose) Problem der Lebensbewältigung. Es handelt sich um eine körperliche, emotionale und geistige Erschöpfung aufgrund beruflicher Überlastung. Diese wird meist durch Stress ausgelöst, der aufgrund verminderter Belastbarkeit nicht bewältigt werden kann.

Auswirkungen von Burnout:

Emotionale Erschöpfung: Diese Erschöpfung resultiert aus einer übermäßigen emotionalen oder physischen Anstrengung (Anspannung). Die Betroffenen fühlen sich schwach, kraftlos, müde und matt. Sie leiden unter Antriebsschwäche und sind leicht reizbar.

Depersonalisierung: Mit dieser Reaktion auf die Überlastung stellen die Betroffenen eine Distanz zwischen sich selbst und ihren Klienten (Patienten, Schülern, Pflegebedürftigen, Teamkollegen oder Kunden) her. Das äußert sich in einer zunehmenden Gleichgültigkeit und teilweise zynischen Einstellung gegenüber diesen Personen Sie lassen die Probleme und Nöte der Klienten nicht mehr an sich herankommen und konzentrieren sich auf den sachlichen Aspekt der Beziehung. Die Arbeit wird zur reinen unpersönlichen Routine.

Erleben von Misserfolg: Die Betroffenen haben häufig das Gefühl, dass sie trotz Überlastung nicht viel erreichen oder bewirken. Es mangelt an den Erlebnissen des Erfolges. Weil die Anforderungen quantitativ und qualitativ steigen und sich ständig verändern, erscheint die eigene Leistung im Vergleich zu den wachsenden Anforderungen gering.

Auf der körperlichen Ebene treten vielfach Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Schwindel, schmerzhafte Muskelverspannungen im Nacken und Rücken, Verdauungsstörungen, gehäufte Infekte, Atembeschwerden, Kreislaufstörungen oder plötzliche Gewichtsschwankungen auf.

Verschiedene Phasen treten auf:

Drang, sich selbst und anderen Personen etwas beweisen zu wollen

Extremes Leistungsstreben, um besonders hohe Erwartungen erfüllen zu können

Überarbeitung mit Vernachlässigung persönlicher Bedürfnisse und sozialer Kontakte.

Überspielen oder Übergehen innerer Probleme und Konflikte

Zweifel am eigenen Wertesystem sowie an ehemals wichtigen Dingen wie Hobbys und Freunden.

Verleugnung entstehender Probleme, Absinken der Toleranz und Geringschätzung anderer Personen.

Rückzug und dabei Meidung sozialer Kontakte bis auf ein Minimum.

Offensichtliche Verhaltensänderungen, fortschreitendes Gefühl der Wertlosigkeit, zunehmende Ängstlichkeit.

Depersonalisierung durch Kontaktverlust zu sich selbst und zu anderen Personen; das Leben verläuft zunehmend funktional und mechanistisch.

Innere Leere und verzweifelte Versuche, diese Gefühle durch Überreaktionen zu überspielen wie beispielsweise durch Sexualität, Essgewohnheiten, Alkohol und Drogen.

Depression mit Symptomen wie Gleichgültigkeit, Hoffnungslosigkeit, Erschöpfung und Perspektivlosigkeit.

Erste Gedanken an einen Suizid als Ausweg aus dieser Situation, akute Gefahr eines mentalen und physischen Zusammenbruchs.

Können Kinder auch unter einem Burnout leiden? Wenn ja, welche Bedingungen fördern dieses Problem?

Gesellschaftlicher Umbruch, schwindende Zukunftsperspektiven,

drohende Arbeitslosigkeit

Ängste: Versagensängste oder Existenzängste

Isolation von der Außenwelt, wenig soziale Kontakte

Schul- und Leistungsstress

Mobbing

Wenig Selbstwertgefühl

Negatives Selbstbild

Nach Leistung orientierte Selektion im Schulsystem

Übertriebene Förderung der Eltern

In dem Bestreben, sie bestmöglich auf das Leben vorzubereiten, fördern manche Eltern ihre Kinder gnaden- und pausenlos. Sie geben ihren Kindern nur pädagogisch wertvolles Spielzeug, melden sie in Musik-, Fremdsprachen und Mathematik-Kursen an. So wollen sie sicherstellen, dass ihr Kind seine Talente optimal entwickeln kann, und zwar schon sehr früh im Leben – das Kind soll sozusagen einen Vorsprung vor den anderen Kindern bekommen.

Achtung:
Das Kind zeigt sich andauernd lustlos, es zieht sich häufig zurück, möchte nur mehr schlafen, das Kind macht widerwillig Hausaufgaben und lässt sich nicht mehr motivieren, es zeigt sich reizbar, deprimiert und ist unzufrieden.

Beachten:

Dem Kind ausreichend Zeit und Raum geben

Kinder sollen mit dem eigenen Tempo die Welt entdecken.

Eltern sollen lernen, sich vom eigenen Leistungsdruck frei zu machen.

Sport und Bewegung anbieten.

Genügend Pausen machen

Ich bin OK du bist OK als innere Haltung.

Angst in den Griff bekommen

Lob und Anerkennung geben frei von Leistung

Persönliche Motive reflektieren